Geschichte Saanenland

Der Kranich (französisch: la grue), Wappentier der Grafen von Greyerz, ziert heute das Wappen der Gemeinde Saanen, zu der auch Gstaad gehört. Er ist einer der deutlichsten Hinweise auf die historischen Wurzeln der Region, die noch immer erstaunlich lebendig sind.
 

Stationen

11. Jahrhundert

Die Grafschaft Greyerz ist ein bedeutendes Herrschaftsgebiet und reicht von der Saanequelle beim Sanetschpass bis zum heutigen Lac de La Gruyère im Bereich von Broc und La Tour-de-Trême. Auch das Jauntal gehört dazu.
 

1246:

Die Grafschaft begibt sich unter die Lehnshoheit Peters II. von Savoyen.
 

1404:

Der minderjährige Anton wird Graf von Greyerz. Die Savoyer setzen einen Verwalter ein. Dieser ist gegen eine Erneuerung der Burgrechtsverträge. Bern zerstört daraufhin die Burgen im Saanenland und im Pays-d'Enhaut.
 

1407:

Das Hoheitsgebiet kommt zur Grafschaft Greyerz zurück. Der aufwändige Lebenswandel der Grafen zieht finanzielle Schwierigkeiten nach sich. Verschiedene Gebiete müssen verkauft werden.
 

9. November 1554:

An der eidgenössischen Tagsatzung in Baden wird der Konkurs der Grafschaft bekannt gegeben. Die Gläubiger teilen sie unter sich auf. Das Saanenland und das Pays-d'Enhaut gelangen schliesslich an Bern.


Quelle:

Details der regionalen Geschichte finden sich unter anderem im Historischen Lexikon der Schweiz.